17.10.2008 - 16:39 Uhr
Peter Fill zuversichtlich
Gutes Gefühl mit dem neuen Atomic-Material und Servicemann
Während der letzten mittelmäßigen Saison, suchte der 25jährige des Öfteren nach einer Antwort auf die Frage:
„Was muss ich anders machen, um wieder am Podium zu stehen?“
Im Sommer hat der Südtiroler das athletische Training etwas umgestellt: er gönnte sich längere Pausen zur Erholung zwischen einer Trainingseinheit und der anderen, aber auch weniger Kraft- und dafür mehr Koordination- und Beweglichkeitstraining standen auf dem Programm.
Zudem kam für den Kastelruther, Neffe vom singenden Norbert Rier der „Kastelruther Spatzen“, der Zeitpunkt den Ski- und Skischuhhersteller zum ersten Mal in seiner Karriere zu wechseln. Die Wahl fiel auf die erfolgreichste Skifirma der letzten zehn Jahre. Der österreichische Produzent konnte den hoffnungsvollsten Allrounder der italienischen Nationalmannschaft überzeugen, vor allem weil Atomic über ein Paket verfügt, welches in allen 4 Disziplinen konkurrenzfähig ist. Ein schlagkräftiges Argument, nachdem Peter Fill den Gesamtweltcup anstrebt.
Außerdem kann Fill durch Atomic auf einen der erfolgreichsten Servicemänner des Skisports zurückgreifen. Der Mann hinter den Kulissen mit „Feile und Spachtel“ ist der Südtiroler Sepp Kuppelwieser, der mit seinem ehemaligen Schützling, dem Norweger Kjetil André Aamodt, unglaubliche zehn Medaillen davon sechs in Gold bei olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gewonnen hat.
„Servicemänner die in allen 4 Disziplinen erfolgreich waren gibt es wenige. Sepp ist sehr professionell und unabhängig von den großen Erfolgen ein netter Kerl. Wir haben beide einen einfachen Charakter und deshalb haben wir uns sofort gut verstanden“, blickt Fill auf die letzten Monate zurück.
Kuppelwieser ist gelernter Kunstschlosser, der während des Militärdiensts, vor 20 Jahren, begann die Skier für die italienische C-Nationalmannschaft zu präparieren. Dann arbeitete er zwei Jahre für das österreichische Team und daraufhin zehn Jahre mit den Norwegern.
Auch für den 39jährigen ist Atomic eine neue Erfahrung:
„Ich habe für verschiedenste Skihersteller gearbeitet, aber die Entwicklungsabteilung bei Atomic ist besonders aktiv. Es stehen viele technische Lösungen zur Verfügung – nun müssen wir verstehen welche für Peter die beste ist.“
Im September bestand für Fill und Kuppelwieser erstmals die Möglichkeit unter winterlichen Bedingungen die Skier und Schuhe zu testen. In Argentinien trainierte Peter fünf Wochen lang in allen Disziplinen.
„Es war eine große Umstellung, aber ich fand mich schnell zurecht – ich glaube dass die Fahreigenschaften des Atomic-Materials meinem Fahrstil entgegenkommen.“
Drei Fragen an Peter:
1. Peter, wie wichtig ist der Ski und der Schuh wirklich im Skisport?
“Wichtiger als viele glauben würden. Es ist ähnlich wie in der Formel 1: Hersteller die auf verschiedensten Pisten, Schneearten und Disziplinen gewinnen können sind rar.“
2. Wie war dein Sommer?
“Gut. Körperlich bin ich gut drauf und werde versuchen im Laufe des langen Winters „meine Batterien“ nicht zu entleeren. Im Sommer war ich schneller als letztes Jahr, aber die sommerlichen Zeitläufe haben keine besondere Bedeutung, dennoch geben sie mir Vertrauen.“
3. Was erwartest du dir von der Saison?
“Es ist für uns Skifahrer immer schwer zu sagen, nachdem uns sechs Monate der Vergleich mit den besten der Welt fehlt. Aber es ist klar, dass ich regelmäßig am Podium stehen möchte – Atomic und mein neuer Servicemann können mir dabei hilfreich sein.“
Und drei Fragen an Sepp:
1. Zehn Jahre lang hast du die Skier von Aamodt präpariert, der die meisten Medaillen in der Geschichte des Skisports gewonnen hat. Was für ein Typ ist Peter?
“Bevor wir begannen zusammenzuarbeiten, kannte ich Peter kaum. Nach den ersten Monaten kann ich sagen, dass er einen guten Charakter hat und weiß wie er die Leute zu nehmen hat.“
2. Und wie ist seine Arbeitsweise bezüglich Materialverbesserung?
“Peter ist es wichtig das ideale Set-up zu finden und überlässt dabei nichts dem Zufall. Aamodt ist ein Instinktmensch, der kaum Zeit für das Material fand. Dann gibt es wiederum andere Läufer, die unermüdlich auf der Suche nach dem perfekten Ski sind, wahre Tüftler. Ich denke Peter liegt in der goldenen Mitte.“
3. Wie findest du dich im italienischen Skiverband zurecht, der in Vergangenheit oft mit Problemen konfrontiert war?
“Ich bin positiv überrascht. Die fünf Wochen in Südamerika waren sehr gut organisiert. Es hat uns an nichts gefehlt. Im Gegensatz zum norwegischen Team ist das italienische sehr groß und deshalb vielfältiger.“
ZURÜCK